Fluonalp 06.08.2026
Mit zwei Kleinbussen machten wir uns auf den Weg zur Fluonalp. Insgesamt hatten sich 22 Interessierte für den Ausflug angemeldet. Bereits die Fahrt hinauf auf die Alp war ein kleines Abenteuer: Die Strasse war schmal und wies einige Schlaglöcher auf. Umso grösser war die Freude, als wir wohlbehalten oben ankamen.
Bei angenehmen Temperaturen und bester Laune erkundeten wir die Fluonalp. Schon früher führte ein Säumerweg über die Alp, und Käse wird hier seit jeher hergestellt. Besonders beeindruckend war die herrliche Aussicht auf den Sarnersee und die umliegenden Berge. Bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis zum Vierwaldstättersee und nach Küssnacht. Die Fluonalp ist ein wunderbares Wandergebiet mit zahlreichen schönen Wegen.
Anschliessend genossen wir ein feines Zmittag. Es gab Älplermagronen mit Apfelmus. Sie schmeckten so gut, dass viele gerne noch einen Nachschlag nahmen.
Um 13 Uhr begann die Besichtigung der Alpkäserei. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und konnten dank der Höranlage allen Erklärungen gut folgen. Der Älpler Thomas Schnider empfing uns persönlich und gewährte uns spannende Einblicke in seinen Alltag. Sein Arbeitstag beginnt bereits um halb vier Uhr morgens. Nach dem Melken holt er die Milch und beginnt anschliessend mit der Käseherstellung.
Im Juni verarbeitete er täglich über 2’000 Liter Milch. Mit den steigenden Temperaturen geben die Kühe jedoch immer weniger Milch. Zurzeit sind es noch rund 800 Liter von den 140 Giswiler Kühen.
Täglich werden auf der Fluonalp Alp-Sbrinz AOP, Alpkäse, Ziger und Anke hergestellt. Die Käserei wurde umgebaut und bietet nun deutlich mehr Platz. Auch im ehemaligen Stall stehen zusätzliche Tische zur Verfügung, an denen die Gäste gemütlich essen können.
Besonders interessant war die Erklärung, wie der Geschmack des Käses entsteht. Dieser wird unter anderem durch die hauseigene Labmischung des Käsers beeinflusst. Die grossen Sbrinz-Laibe werden während zweier Tage im Salzbad eingelegt, bevor sie in den Lagerraum kommen. Dort werden sie regelmässig mit Salzwasser gepflegt und gewendet. Erst im nächsten Jahr sind sie ausgereift und gelangen in den Verkauf.
Die vielen interessanten Informationen und Einblicke in die traditionelle Alpkäseherstellung waren für uns alle sehr spannend. Nach der Besichtigung der zweiten Gruppe liessen wir den gelungenen Ausflug gemütlich ausklingen und machten uns auf den Heimweg.
Und das Beste zum Schluss: Wir kamen ohne Stau nach Hause.
Jeannette Belger
Pro Audito Luzern
