Zytglogge Turm Bern 02.06.2026
Am Dienstag, 2. Juni war im Wetterbericht Regen angesagt. Wir hatten jedoch Wetterglück. Der Regenschirm blieb ungeöffnet in der Tasche. Um 10 Uhr trafen wir mit dem Zug in Bern ein und fuhren mit dem Tram zum Zytglogge Turm in der Marktgasse. Die Führerin erwartete uns bereits. Der Wehrturm wurde während den Jahrhunderten mehrmals aufgestockt. Um 1220 erbaut, erhielt er 1770 das barocke Aussehen, wie wir ihn heute kennen.
Zuerst stiegen wir hinauf und genossen die Aussicht über die Altstadt zum Münster hin und auf der anderen Seite zu den Dächern des Bundeshauses.
Der Zytgloggenturm beherbergt eine der ältesten Turmuhren der Schweiz. Ihr Uhrwerk besteht aus fünf kombinierten, in einem gemeinsamen Gehäuse untergebrachten Werken: Das Gehwerk, zwei Schlagwerke und zwei Werke für Figurenspiele. Von der Stundenachse des Gehwerks aus werden die Zeiger über den beiden grossen oberen 12-Stunden-Zifferblättern und die Astrolabiumsuhr angetrieben. Kaspar Brunner baute das Uhrwerk 1530 im Turm zusammen. 1406 kam die Astrolabiumsuhr dazu.
Hans von Thann als goldene Figur schlägt im Turmhelm stündlich die Glocke. Die Uhr zeigt die Stunden, die Wochentage, die Monate und sogar die Mondphasen an. Das Zifferblatt zeigt im Winter die dunklere Seite als im Sommer. Die drehenden Teile bilden den täglichen scheinbaren Umlauf der Sterne, der Sonne und des Mondes ab. Jede Stunde drehen sich die Bärenfiguren im Kreis. Ein wunderbares Schauspiel.
Nach der Führung assen wir im italienischen Restaurant Sempre zu Mittag. Eine Vitrine mit Ferraris, Fussballpokale und die Tapete der Sportgazette erblickten wir zuerst. Das Menu war vorzüglich und das Personal freundlich. Im Anschluss spazierten wir durch die Laubengassen zum Münster. Ein hoher und ein bisschen düsterer Bau, das war mein Eindruck des Münsters. Plötzlich hagelte es nur kurz und wir suchten Schutz in den Lauben. Eine Glace im Bahnhof und schon war es Zeit für den Zug, der uns um 16 Uhr sicher nach Hause brachte.
Jeannette Belger
Pro Audito Luzern
