Besichtigung Schindler 12.11.2025
Um 14 Uhr trafen wir uns am Bahnhof beim Busperron. Mit ÖV erreichten wir das Schindler Areal in Ebikon. 32 Interessierte meldeten sich zur Führung an.
Im Hauptgebäude angekommen, teilten wir uns in zwei Gruppen ein. Für jede Gruppe stand eine Höranlage zur Verfügung. Zwei freundliche Herren führten uns durch die Gebäude. Wir machten uns auf den Weg und besuchten verschiedene Stationen. Herr Burkhardt erzählte uns die Geschichte von Schindler. 1874 wurde die Firma gegründet und feierte im letzten Jahr das 150 Jahre Jubiläum. Der Firmensitz befand sich bis in die 1950er Jahre im Sentimatt. Dann kaufte die Firma das Land in Ebikon. Die Gebäude erweiterte man in den Jahrzehnten danach. Am Anfang fertigte Schindler Mechanikteile oder Motorenteile an. Erst später wurde die Firma ein weltweiter Liftbauer. Es gibt heute über 100 Niederlassungen in über 100 Ländern. Global arbeiten über 69’000 Mitarbeiter in den Bereichen: Technischer Service und Aussendienst, Ingenieurwesen, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt, Marketing und Vertrieb, Lieferkette, Finanzen, Recht, Qualität, Business Intelligence. Wir besichtigten eine 3 D Anlage, die Hochhäuser aus aller Welt zeigt, welche mit einem Schindler Lift ausgestattet sind und auf einem Tablet wurden alle Daten dazu ersichtlich. Ein Animationsfilm erzählte alles Wichtige zur Firma. Im Roche Gebäude 2 in Basel, dem höchsten Gebäude der Schweiz, fahren 8 Lifte. Sie koordinieren sich elektronisch so, dass die Personen so schnell als möglich nach oben befördert werden. Der erste Lift in Luzern von 1907 war auch ausgestellt. Es passten nur wenige Personen hinein. Zudem wurde uns erklärt, dass es alle Grössen von Liften gibt. Die Autolifte gehören zu den Grössten und könnten bis 200 Personen auf einmal befördern. Herr Otis erfand ein System, dass der Lift bei einem Defekt nicht in die Tiefe rast, sondern anhält.
Die Liftmonteure sind 24 Stunden an 7 Tagen im Einsatz, sodass die Leute nicht lange im Lift stecken bleiben. Das möchte niemand erleben. Seit letztem Jahr ist ein Roboter im Einsatz, der die Liftmontage stark erleichtert. Danach fuhren wir mit dem Lift zum Erdgeschoss, währenddessen wurde ein Foto der Gruppe erstellt. Im Gebäude nebenan besuchten wir die Notrufabteilung, die immer besetzt ist. Auskünfte erhält man in vier Sprachen. Es gibt immer viele Störmeldungen und ein Lift bleibt manchmal stecken. Der Servicemonteur ist innert einer Stunde vor Ort. Wir spazierten durch die grosse Halle, wo heute die Lehrlinge alles lernen, was zum Beruf gehört. Eine spannende Führung war es, da waren sich alle einig. Die Zeit verging im Nu und schon war es nach 17 Uhr.
Jeannette Belger
Pro Audito Luzern