Magdalena-Einsiedelei 24.09.2026
Für den Anlass gab es zahlreiche Anmeldungen. Deshalb buchten wir einen 20-Platz-Kleinbus mit Fahrer. Markus war ein einfühlsamer Fahrer und brachte uns zuerst nach Freiburg. Dort assen wir früh zu Mittag, nachdem wir uns die Füsse vertraten.
Um 13 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Eingang der Magdalena-Schlucht in Düdingen. Der Führer wartete bereits auf uns. Über die Einsiedelei gibt es wenig Dokumente aus der Vergangenheit. Dafür existieren umso mehr Überlieferungen und verschiedene Versionen der Entstehungsgeschichte, wie uns der Führer erklärte.
Die Magdalena-Einsiedelei in Räsch bei Düdingen ist in den Felswänden über dem Schiffenen-Stausee eingehauen. Sie besteht aus verschiedenen Räumen mit einer Gesamtlänge von 120 m. Bereits im 15. Jahrhundert wird die Einsiedelei erwähnt. 1609 hat ein Einsiedler zwei Zellen aus dem Felsen gehauen und dort 30 Jahre verbracht. In der Magdalena-Einsiedelei wurde am 8. Juli 1691 durch Bischof Pierre de Montenach zu Ehren der hl. Maria Magdalena geweiht. Zur Gestaltung der Raumflucht haben jedoch vor allem die Einsiedler Johan Dupré und sein Gehilfe Johann Liecht Ende des 17. Jhd. beigetragen. Die Pfarrei Düdingen ist Eigentümerin der Einsiedelei. Um sie vor einem Einsturz zu bewahren und für die Öffentlichkeit zu erhalten, hat die Pfarrei in den Jahren 2005/06 umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Quelle: Pfarrei Düdingen
Für uns war es sehr eindrücklich zu sehen, wie früher Räume von Hand aus dem Felsen gehauen wurden. Nach der informativen Führung machten wir uns vor dem Feierabendverkehr auf den Heimweg und blickten auf einen erlebnisreichen Nachmittag zurück.
Jeannette Belger
Pr Audito Luzern
