Bericht 2003 Sozialberatungsstelle |
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Auch im vergangenen Jahr 2003 gelangten immer wieder Hörbehinderte und deren Angehörige mit den verschiedensten Anliegen und Problemen an uns. Die Zahl der Klienten ist in diesem Jahr leicht angestiegen. Die Probleme haben sich nicht wesentlich verändert. Tendenziell häufen sich Anfragen bei finanziellen Engpässen, verursacht durch die Hörbehinderung. So will die IV eines Innerschweizer Kantons die Finanzierung eines optischen Hilfsgerätes für ein 12-jähriges Mädchen nicht übernehmen. Mit einem Schreiben an die IV gelingt es uns schliesslich, diese amtliche Stelle zur Finanzierung der so dringend benötigten Anlage zu überzeugen. Oft ist der Selbstbehalt von Hörgeräten so hoch, dass ein EL-Bezüger dafür unmöglich selbst aufkommen kann. Mit einem entsprechenden Gesuch kann hier meistens geholfen werden. |
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Statistik 2003
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Im vergangenen Jahr suchten 23 Personen neu unsere Beratungsstelle auf (Sozialversicherungsfragen, psychische-, familiäre und finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit). Neben der persönlichen Betreuung standen Gesuche an verschiedene Versicherungen und Institutionen im Vordergrund. |
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Ein Beispiel aus dem Beratungsalltag
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Der 10-jährige stark hörbehinderte E. benötigt dringend neue Hörgeräte und eine FM-Anlage. Da der Knabe als Säugling mit einer Hörbehinderung in die Schweiz einreiste, zahlt die IV nicht. Die Hörgeräte werden von der Krankenkasse des Knaben übernommen, nicht aber die FM-Anlage im Betrage von Fr. 3‘200.-. E. besucht die Primarschule an seinem Wohnort. In einem Schulzimmer herrschen naturgemäss Störgeräusche, welche das Verstehen von wichtigen Inhalten massiv stören, vor allem, wenn das Kind eine gewisse räumliche Distanz zum Lehrer hat. Die FM-Anlage, eine Art Funksystem, überträgt die Sprache der Lehrkraft direkt aufs Hörgerät des Schülers. Bei der hochgradigen Hörbehinderung des Knaben ist das sehr wichtig, damit er die Inhalte verstehen und auch dem Unterricht folgen kann. |
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Spätertaubtengruppe
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Unsere kleine Gruppe der Spätertaubten schätzt die regelmässigen Treffen zum Gedankenaustausch. Oft können den heute praktisch nichts mehr hörenden Personen Anregungen gegeben werden, die das Leben in der hörenden Welt etwas erleichtern. |
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Freiwillige BesucherInnen
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Neun freiwillige BesucherInnen (acht Damen und ein Herr) bereiten weiterhin vielen einsamen Hörbehinderten mit ihren Besuchen eine grosse Freude. Vielfach ist dies die einzige Abwechslung für gehbehinderte, ältere Menschen in der eigenen Wohnung oder im Heim. |
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