Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Chochlear Implantate

Wenn Sie einen Hörverlust von über 90 % aufweisen, ist vielleicht ein Implantat das Richtige. Das wird der Ohrenarzt mit dem Kantonsspital abklären.

 

Die Nachricht erreicht Sie, dass ein Implantat bei Ihnen möglich ist.

 

Sie erhalten vom Kantonsspital eine Einladung. Es wird einen Ohrenuntersuch mit Audiogramm erstellt, ein Gleichgewichts- und Schwindeluntersuch wird durchgeführt. Ausserdem wird ein MRI erstellt.

 

Nachdem klar ist, dass ein Implantat bei Ihnen möglich ist, wird das Kantonsspital eine Kostenabklärung mit der IV und Krankenkasse vornehmen.

 

Wenn diese Abklärung abgeschlossen ist, wird ein Operationstermin vereinbart. Das Kantonsspital bestimmt, welches Implantat für Sie am besten ist. Da gibt es verschiedene Arten und Modelle.

 

Vor der Operation werden Sie nochmals untersucht und am nächsten Tag wird die Operation vorgenommen. Sie erwachen am Nachmittag. Gegen Abend können Sie bereits einen kurzen Spaziergang machen. Nach 3 Tagen können Sie das Spital verlassen.

 

Nach einem Monat Heilung erhalten Sie das Aussengerät. Es wird auf Sie eingestellt. Nach drei Sitzungen für die Einstellungen kann sich Ihr Gehirn an das neue Gerät gewöhnen.

 

Sie werden zu einem speziellen Hörtraining eingeladen. Ihr Gehirn lernt alle Geräusche und Stimmen neu. Es ist gleichbedeutend wie eine Fremdsprache lernen.

 

Nach ein paar Wochen oder Monaten (das ist von Mensch zu Mensch verschieden) spüren Sie die Hörverbesserung deutlich.

 

Auch hier gilt

Andauerndes Hörtraining verbessert die Verständlichkeit massiv.