Organisation für Menschen mit Hörproblemen

WLAN


WLAN-Systeme übertragen das Audiosignal über WLAN-Accesspoints auf die Smartphones der Besucher. Die Besucher können das Audiosignal wahlweise per Bluetooth, induktiver Halsschlaufe, einem Anschlusskabel oder Kopfhörer auf die Hörsysteme übertragen.

​Es ist umstritten ob WLAN-Systeme als Höranlagen genutzt werden sollten, da diese zusammen mit der Bluetooth Übertragung auf das Hörsystem eine erhebliche Latenz von bis zu über 500 Millisekunden aufweisen können. Die jeweilige Verzögerung ist abhängig vom verwendeten Smartphone und der Übertragungstechnik vom Smartphone auf das Hörsystem und variiert sehr stark. Durch diese hohe Verzögerung kann das Lippenlesen erheblich erschwert oder verunmöglicht werden. Zusätzlich kann bei offener oder einseitiger Hörversorgung, oder wenn das Mikrofon des Hörsystems zusammen mit der WLAN-Anlage genutzt wird, die Verzögerung die Sprachverständlichkeit reduzieren oder Echo Effekte auftreten. Zudem bieten WLAN-Systeme im Vergleich mit den anderen Technologien kaum Vorteile und verfügen über die komplizierteste Handhabung. Zudem steigt für den Betreiber der Aufwand, wenn Besucher über die Handhabung des WLAN-System instruiert werden müssen.

​Ein WLAN-System besteht im Wesentlichen aus:

  • einem oder mehrerer Mikrofone
  • einer LAN- und WLAN-Infrastruktur
  • einem Audio Server/Streamer
  • den Smartphones der Besucher
  • ausreichender Anzahl Empfänger, z.B. iPods, für Besucher ohne oder nicht geeignetem Smartphone und induktiver Halsschlaufen
  • vorzugsweise zusätzlichen Kopfhörer

 

Vorteile / Gründe für eine FM-Höranlage

  • kann meistens nachträglich installiert werden
  • können je nach Ausführung auf für andere Anwendungen genutzt werden
  • Viele Besucher bringen eigenes Smartphone mit