Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Brunnentratsch und Wassergeschichten

Mit einer tip top funktionierenden Höranlage und einer sympathischen «Reiseführerin» von Luzern Tourismus starteten wir unsere Wasserreise durch Luzern beim Wagenbach-

brunnen. Wie eine richtige kleine Touristen-

gruppe schlenderten wir mit ersten interessanten Geschichten im Ohr über die Seebrücke; etwas gemütlicher vielleicht als die zahlreichen Tagestouristinnen und -touristen.

Wussten Sie, dass der kostbar zurecht gepflasterte Grendel einst ein Ausläufer des Seebeckens war, wo die Hochwasserzeichen, klein und unscheinbar, an den Hauswänden angebracht sind? Oder warum der Löwen-

graben so heisst? Nein, es hatte nie Löwen dort (nicht so wie beim Hirschengraben, dort stimmt das mit den Hirschen), aber die zur Aufschüttung des damals ziemlich geruchsvollen «Grabens», welcher mehr ein Sumpf war, wurden die Arbeitenden mit den dann zumal gängigen «Löwen», einer Währung, ausbezahlt. Es gäbe noch die eine oder andere Episode zu berichten, von der wir Luzernerinnen und Luzerner wohl genau so wenig wissen, wie unsere Gäste aus aller Welt.

Nach der letzten Brunnenbesichtigung und Geschichte dazu spazierten wir über den heute gedeckten Krienbach, der früher mit zahlreichen kleinen Brücken passiert werden konnte, ins Restaurant Wilden Mann. Nach warmen Getränken und einem gemütlichen Schwatz lösten wir unsere Touristengruppe auf und verteilten uns in alle Himmelsrichtungen wieder als «Einheimische» unter das bunte städtische Treiben. Einfach mit ein paar spannenden Erkenntnissen, Aha-Erlebnissen und geschärftem Blick für die Wassergeschichten dieser tollen Stadt.


Michiel Aaldijk
pro audito luzern