Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Schloss Wildegg

Festival der Düfte

 

Bei strahlendem sonnigen Wetter machten wir uns am Dienstag, 17. Oktober 2017 auf den Weg, dass Schloss Wildegg zu besuchen. An diesem Dienstag begann die Sonderausstellung Festival der Düfte.
Mit dem Zug fuhren wir nach Olten, stiegen um auf die S-Bahn nach Wildegg und nahmen den Bus der uns nach zwei Stationen zum Schloss brachte.
Es ist ein imposantes grosses Schloss mit zahlreichen Gebäuden. Der Hofladen hatte an diesem Tag leider nicht geöffnet, was wir bedauerten. Oben angekommen, buchten wir eine Führung auf 14 Uhr. Das gab uns die Gelegenheit im Bistro ein Imbiss zu uns zu nehmen. Die Frau schien ein bisschen überfordert, weil plötzlich elf Personen essen möchten. Wir sassen draussen und genossen die Sonne.
Wir hatten noch Zeit das Areal zu erkunden und spazierten zum Garten hinunter. Das Schloss züchtete verschiedene Dahlienarten in verschiedenen Formen, Grössen und Farben. Atemberaubend schön zum Betrachten. Zudem war ein grosser Gemüse- und Kräutergarten angelegt worden. Da gab es so viel zu sehen, sodass man dort Stunden verbringen könnte.
Um 14 Uhr war es soweit. Die Kuratorin des Kantons Aargau, der Parfümeur und die Presse waren bereit. Heute war die erste Führung für das Festival der Düfte. Wir begaben uns im Untergeschoss in den Stall. Dort rochen wir Tierdüfte. Der Parfümeur hat die Duftkompositionen den Räumen des Schlosses angepasst. Danach gingen wir in den Salon. Dort erwartete uns ein blumiger Duft. Es ging weiter in den Estrich, wo die Mägde geschlafen haben, und in den Raum wo die Kriegstrophäen vom Wienerkrieg im 17. Jahrhundert aufbewahrt wurden. Es erwartete uns ein Duft aus Tanne und erdigen Noten. Es war sehr interessant zum Zuhören. Der Geruchsinn der Nase entwickelt sich sechs Monate vor der Geburt. Vor den Augen und Ohren. Der Mensch verbindet Gerüche mit Erinnerungen und der Geruch ist je nach Musik oder Landschaft anders.
Anschliessend hatten wir noch Zeit das Schloss zu besichtigen. In eine ganz andere Welt und andere Zeit wird man versetzt. Hochspannend finde ich das. Ein wunderbarer Ausflug ging dem Ende zu als wir wieder auf dem Bahnhof Luzern eintrafen.

Jeannette Belger