Organisation für Menschen mit Hörproblemen

Ausstellung Ohr

Naturhistorisches Museum Basel


Wie immer war unser Treffpunkt beim Kiosk im Bahnhof Luzern. Die Ohrausstellung in Basel war begehrt. Es meldeten sich 18 Teilnehmer an.
Im reservierten Zug genossen wir die Bahnfahrt. Auf dem Weg sahen wir eine winterliche Landschaft. Es hatte so viel Schnee sogar auf den Bäumen, weil der Nebel zäh über der Zentralschweiz lag. Ganz anders sah die Landschaft in der Region Basel aus. Strahlendblauer Himmel und kein bisschen Schnee weit und breit. Ein Hauch von Frühling war da.


Zuerst nahmen wir ein Café und Gipfeli in der Nähe zu uns. Das alte schöne Bahnhof Buffett im Bahnhof war leider verschwunden. Danach stiegen wir ins Tram Nummer 2. Wegen Bauarbeiten verliessen wir das Tram eine Station früher. So genossen wir einen Stadtspaziergang vorbei am Barfüsserplatz zum Rhein, von da entlang mit Blick auf den Roche Turm zum Naturhistorischen Museum.

 

Die Ausstellung war sehr interessant. Wir sahen das kleinste und das grösste Ohr der Tierwelt. Die Gehörknöchelchen des Menschensind winzig. Es sind die kleinsten Knochen im menschlichen Körper. Wir hörten verschiedene Frequenzen und Töne, wie Tiere und Menschen hören. Verschiedene Alltagsgeräusche hörten wir über Kopfhörer, die man zuordnen konnte. Wir sahen auch Hörgeräte und Implantate und sahen Bilder wie es im Innenohr aussieht, wenn die Haarzellen beschädigt sind. Wir hörten Walrufe unter Wasser, welche sie über mehrere 100 Kilometer hören und kommunizieren können. Tierohren sind sehr unterschiedlich. Bei der Spitzmaus hat das Gehör wenig Platz im Kopf. So können sie hohe Töne wahrnehmen und piepsen. Beim Elefanten hat das Gehör mehr Platz im Kopf und die Hörschnecke ist länger. Er kann vor allem tiefe Töne wahrnehmen. Krokodile und Delfine haben von aussen ein geschlossenes Ohr. Es wurde auch gezeigt, wie das Hören über die Hörnerven an das Gehirn weitergeleitet wird. Es braucht zwei hörende Ohren, um zu lokalisieren woher der Ton kommt. Gerade für schwerhörende Menschen ist das schwierig, weil wir nicht hören, wenn ein Velo naht oder hinter uns jemand spricht. Auf jeden Fall war diese Ausstellung für uns sehr informativ und spannend.


Danach assen wir etwas zu Mittag im nahen Bistro und machten uns wieder auf dem Heimweg. Im Bahnhof hat eine Teilnehmerin Basler Läckerli für ihren Mann gekauft. Auch er hatte eine schöne Erinnerung an diesen sonnigen Tag.


Jeannette Belger